Förderbeitrag zur Maultierzucht

Ein Maultier aufzuziehen ist mit grossen Kosten verbunden. Die IGM hat an der GV 2016 beschlossen, Maultierzüchter für die Jahre 2016/17/18 auf Gesuch hin mit einem Förderbeitrag von CHF 400.- zu unterstützen. Pro Kalenderjahr werden maximal CHF 2000.- eingesetzt. Werden mehr als 5 Gesuche eingereicht, werden die CHF 2000.00 durch die Anzahl Gesuche geteilt.

 

Bedingungen für einen Förderbeitrag

- Der Gesuchsteller, die Gesuchstellerin muss Mitglied der IGM sein, spätestens seit dem Jahr in dem die Stute gedeckt wurde.

- Der Eselhengst muss gekört sein.

- Es dürfen keine weiteren Beiträge von anderen Organisationen beantragt werden.

- Das Gesuch muss bis spätestens 30. November 2017 eingereicht werden.

 

So geben Sie ein Gesuch ein

Sie können das Gesuch Förderbeitrag Maultierzucht vollständig ausgefüllt per e-Mail oder per Post an Guido Züger, Sonnenhofstrasse 14, 9621 Oberhelfenschwil, senden.

 

Was passiert mit dem Gesuch?

Die eingereichten Gesuche werden durch den Vorstand geprüft. Bei Erfüllung der Bedingungen erfolgt die Auszahlung des Förderbeitrages. Der Entscheid wird der Gesuchstellerin oder dem Gesuchsteller mitgeteilt.

 

 

Die Maultierzucht in der Schweiz

Von Hanspeter Meier / Bulletin 2014-3

Im Bulletin 2014-2 wiesen wir bereits darauf hin, dass gemäss Mitteilung an die IGM die Armee das Maultier weiterhin als das beste Tragtier erachtet und jedes Jahr Mulis erwerben möchte.
In dieser Sache erfolgten inzwischen bereits grosse konkrete Forstschritte, indem am 14. April dieses Jahres vom Bundesrat die revidierte Verordnung über die Armeetiere in Kraft gesetzt wurde.
Diese Verordnung regelt Kauf, Miete und Verkauf sowie die Verwendung von Armeetieren durch das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Neben den Pferden gelten auch Maultiere und Hunde als Armeetiere, wobei erstere aus einheimischer Zucht stammen müssen.
Reitpferde müssen aus der Schweizer Warmblutpferdezucht, Trainpferde und Maultiere aus der inländischen Zucht der Freibergerrasse stammen.

Rasch reagiert hat auch der Schweizer Freibergerverband (SFV), dessen Vorstand am 20. Mai die Weisung erliess, dass im August/September die Körung von 4-5 Eselhengsten in Avenches erfolgen soll. Der SFV weist darauf hin, dass gesunde und kräftige Maultiere und somit auch solche Eselhengste gewünscht sind. Für die Anmeldung werden Pass, Impfzeugnis, Abstammungsnachweis und UELN Nummer verlangt. Die Paarung muss anschliessend mit Zuchtbuch-Stuten von guter Qualität gemacht werden (www.fm-ch.ch).

 

Einige Gedanken zur Maultierzucht im allgemeinen

GENETIC ROULETTE von Miller Robert M., D.V.M. 

Western Horseman, November 1995, Untertitel: "Raising mules takes breeding skill, a horseman's eye, and dumb luck."
Robert M. Miller, bekannt durch sein Buch "Imprint Training of the Newborn Foal", beschreibt in diesem Artikel, auf was es ankommt beim Züchten von Maultieren. Kurz zusammengefasst: Das Maultier soll vom Pferd die körperlichen Eigenschaften erhalten, vom Esel die Psychischen. Was es aber auch zusätzlich zu den geeigneten Elterntieren braucht, um das gewünschte Maultier zu erhalten, ist eine Portion Glück.

Quelle: www.maultier.info