25. Muliritt Fehraltorf - Grüningen

Auf die Einladung der Organisatoren Fredy und Erika Buschor, Daniel Schweizer und Luzius Heinen trafen sich 26 Erwachsene und vier Kinder mit 22 Mulis und zwei Pferden am Samstag dem 6. Juni zum Muliritt in Fehraltorf. Natürlich bei purem Sonnenschein, ganz nach dem Motto: Wenn Engel reisen….

Briefing Muliritt 2015

 Nachdem alle (mit und ohne Panne,..) eingetroffen, Gepäck im Anhänger verstaut, Mulis gesattelt und die Wagen eingespannt waren, konnte es los gehen.

 

Fredy als stolzer Kutscher mit „seinen“ Frauen im Wagen führte uns durchs Zürcher Oberland nach Faichrüti und Uster.

 

Dicht am Wagen folgte Muli Fönsi. Wer jetzt der Meinung ist, der kleine arme Kerl wäre zu erbarmen gewesen, der täuscht sich gewaltig. Er hielt tapfer mit, wackelte mit den Ohren und verteidigte ab und zu schlagkräftig seinen Platz. Seine Reiterin bekam dann schnell die Auszeichnung zur Rodeoreiterin.

Zum Mittagshalt steuerten wir Würi Stadl an. Während die Mulis ihre Ruhepause bekamen, suchten wir alle nach diesem heissen Ritt ziemlich schnell den Schatten auf und genossen die Verpflegung.

Nicht nur die heissen Temperaturen gaben uns einen Grund zum Anstossen, wir durften das Glas ein weiteres Mal auf unser Geburtstagskind Tanja heben. Es zeigte sich, wie talentiert die Gruppe auch im Singen war. Um 15 Uhr machten wir uns wieder startklar. Das Hufgeklapper tönte auf wunderschönen Wegen durch Wald und Flur nach Gossau ZH. Ruhig zogen die Pferde den Wagen und sorgten bei den Mitfahrenden für einen kühlen Fahrtwind, von dem sie uns Reiter immer wieder vorschwärmten.

 

Hitze hin oder her, wir hatten dafür einen herrlichen Weitblick vom Muli aus.

 

 

Gegen Abend trafen wir in Grüningen auf dem Hof von Daniel ein. Nach dem Absatteln bekamen die Mulis eine Dusche und wurden zum Feierabend auf die grosse Weide entlassen, wo sich ein Bild der Ruhe zeigte.

 

Verschwitzt und ein wenig müde löschten wir unseren grossen Durst, nutzten die Zeit zum Einrichten des Schlafplatzes und einer nach dem anderen huschte unter die Dusche. Zum Nachtessen wurden wir mit feinen Salaten, Kartoffeln und verschiedenen Grilladen verwöhnt.

 

Plötzlich zog ein Gewitter über uns hinweg und hinterliess dann auch noch die von vielen gewünschte Abkühlung. Ruth und Heiri überraschten uns zum Dessert mit einer feinen Mulicrèmeschnitte. Während sich die Einen zur Ruhe legten, herrschte unten im Hof noch reges Treiben. Es wurde weiter diskutiert, philosophiert und bei all dem Trubel erblickte nebenan Tanja das Licht der Welt. Oh nein, es ritt keine Hochschwangere mit. Bei dieser Tanja handelt es sich um ein Kalb. Eine etwas müde Reiterin wollte den Musiker für ein Geburtstagslied zu Tanja in den Stall schicken, bemerkte dann aber den Irrtum und schlussendlich bekam dann doch noch die richtige Tanja ihr Ständchen.

Auch für Heiri zupfte er ein wenig verfrüht auf der Gitarre und sang speziell für ihn: forever young.

 

Mit Mulisongs ging es dann auf Mitternacht zu, bevor die Nachtschwärmer definitiv mit Heiri zu seinem Geburtstag anstossen konnten. Irgendwann kehrte Ruhe in Adletshusen ein.

Am Sonntag liess die Sonne ihre ersten Strahlen durch die Luke im Heustock scheinen und kündete uns wiederum einen wunderschönen Tag an. Im Heustock raschelte es langsam in allen Ecken und Einer nach dem Anderen kroch aus dem Schlafsack. Die Gartenbank wurde frei und hinterliess bei seinem Besetzer einen Abdruck von einer fehlenden Latte. Zwei Damen in der Hängematte auf dem Wagen neben den Kühen wurden durch Besucher vom neugeborenen Kalb aus den Träumen gerissen. Jener der sich zu später Zeit im Heustock sorgte, ob das Heu frisch und noch am Gären sei, wobei es dann sehr gefährlich wäre darin zu schlafen, tauchte auch putzmunter unter die Schar. Nun fehlten nur noch die Hotelgäste. Doch auch diese trafen bald auf dem Hof ein und ein wenig wurden wir schon beneidet, konnten wir so in Ruhe schlafen, ohne den Lärm eines krachenden Lättlirostes.

Wir genossen den reichhaltigen Brunch und assen uns richtig satt. Ob es so viele Reste gab, weil nicht alle wirklich Appetit hatten und noch vom Wein zehrten? Auf alle Fälle lag es aber nicht am Wein, dass diese Dame dann mit Crocs geritten ist. Die nassen Reitschuhe waren von der gestrigen Abkühlung im Bach. Bereits ertönt der Ruf zum Bereitmachen und ruck zuck ging’s weiter nach Fuchsrüti- Gossau- Sack und Aathal bis zur Mittagsrast nach Seegräben.

 

 

In der Juckerfarm verpflegten wir uns und genossen den traumhaften Ausblick auf den Pfäffikersee.

Die Zeit verging wie im Fluge und schon machten wir uns auf das letzte Stück. Wir ritten mit der Hitze und an gewissen Stellen von Bremsen getrieben über Faichrüti zurück nach Fehraltorf.

Ganz sportlich war Hans bereits den ganzen Tag zu Fuss unterwegs und Heiri setzte sich wie ein König (so darf man sich am Geburtstag ja fühlen…) zu den Mädels in die Kutsche. Zurück kam eine Schar müder aber sehr zufriedener und glücklicher Mulireiter.

Mit einer Plakette und vielen wunderschönen Erinnerungen im Gepäck machten wir uns auf die Heimreise.

Dieses wunderschöne Wochenende wird uns immer in bester Erinnerung bleiben und wir alle bedanken uns ganz ganz herzlich bei den Organisatoren!

Es war rüdig schön!

Ein herzliches Dankeschön auch an Josefine und Elke, welche für uns den Ritt fotografisch festgehalten haben!